Warum du so viel wahrnimmst - und wie du dabei zur Ruhe kommst
Was bedeutet Hochsensibilität?
Hochsensible Menschen nehmen Reize intensiver wahr und verarbeiten sie tiefer: Geräusche, Licht, Stimmungen, Gespräche, Eindrücke eines ganzen Tages. Der Begriff geht auf die Psychologin Elaine Aron zurück. Schätzungen zufolge sind etwa 15 bis 20 Prozent der Menschen hochsensibel.
Hochsensibilität ist keine Krankheit und keine Diagnose. Sie ist eine Eigenschaft, die sich im Alltag sehr unterschiedlich zeigen kann.
Woran du dich erkennen kannst
Nicht alles trifft auf jeden Menschen zu. Viele Hochsensible erkennen sich aber in mehreren dieser Punkte wieder:
Eine Stärke mit Schattenseiten
Wer viel wahrnimmt, ist oft einfühlsam, aufmerksam und gewissenhaft. Das sind wertvolle Eigenschaften. Sie haben aber ihren Preis: Das Nervensystem hat mehr zu verarbeiten, und Anspannung kann sich leichter aufbauen. Mit der Zeit zeigt sich das als Unruhe, Erschöpfung oder Schlafprobleme.
Der Weg ist deshalb nicht, weniger sensibel zu werden. Es geht darum, besser für dich zu sorgen.
Entspannungsverfahren sind ein guter Anfang, weil du sie überall anwenden kannst und sie mit jeder Übung vertrauter werden.
Du lernst, über Körperwahrnehmung und innere Ruhebilder Anspannung abzubauen. Im Kurs üben wir in einer kleinen Gruppe, sodass du die Übungen danach allein im Alltag nutzen kannst.
Durch das bewusste Anspannen und Loslassen einzelner Muskelgruppen spürst du schneller, wo du festhältst, und kannst gezielt loslassen.
Coaching
Wenn du für dich klären möchtest, wie viel Reiz du verträgst, wo deine Grenzen liegen und wie du sie im Alltag schützt, begleiten wir dich in einem persönlichen Gespräch.
Auch Kinder können sehr feinfühlig sein. Sie bringen die Eindrücke eines Schultags oft erst am Abend mit nach Hause, als Unruhe, Gereiztheit oder Rückzug. Im PMR-Kurs für Kinder von 7 bis 12 Jahren lernen sie auf spielerische Weise, Anspannung wahrzunehmen und loszulassen.
Ist Hochsensibilität eine Krankheit?
Nein. Sie ist keine Diagnose, sondern ein Persönlichkeitsmerkmal. Wenn du dich dauerhaft stark belastet fühlst, sprich bitte zusätzlich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Unsere Kurse sind Präventionskurse nach § 20 SGB V. Die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich in der Regel anteilig oder vollständig an den Kosten. Die Höhe legt deine Krankenkasse fest.
Muss ich wissen, ob ich hochsensibel bin?
Nein. Du musst dir kein Etikett geben. Die Kurse sind für alle, die lernen möchten, Stress zu bewältigen.
Schreib uns eine kurze E-Mail, wir antworten dir gern persönlich. Email schreiben
Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der Information und ersetzen keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.